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Aufholjagd des Spö wurde nicht belohnt

Von Dirk Staubesand

Stürmer Jürgen "Kobra" Wegmann, ein Junge aus dem Kohlenpott, hat es in seiner unnachahmlichen Art einst auf den Punkt gebracht: "Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech hinzu." Passender könnte man wohl kaum die aktuelle Situation des RSV beschreiben. Am Samstagabend lagen die Schwarz-Weißen schon 0:3 zurück, ehe man mit dem Mute der Verzweiflung eine Aufholjagd startete. Diese schien in der 85. Minute tatsächlich von Erfolg gekrönt zu sein - aber der vermeintliche Treffer zum 3:3 wurde nicht anerkannt.

Was war passiert? Visar Haklay köpfte aus kürzester Distanz am linken Pfosten stehend den Ball Richtung Tor und wurde dabei sogar vom Torhüter Michel Plister behindert. Trotzdem konnte Dilkrath's Keeper den Ball erst ca. einen halben Meter hinter der Torlinie aus dem Tor boxen. Schiedsrichter Ertugul Usta aus Duisburg zeigte jedoch zum Entsetzen der Rheydter sofort "Weiterspielen" an. Co Trainer Dirk Meier stand in Höhe der Grundlinie, hatte also beste Sicht auf das Geschehen: "Der Ball war klar hinter der Torlinie - das muß doch zumindest der Assistent sehen." So blieb es beim aus Rheydter Sicht bitteren 2:3. 

Wie in den vergangenen Spielen, war der RSV mit Spieler-Trainer René Schnitzler in der Startelf, zunächst die klar tonangebende Mannschaft. René Schnitzler wurde von seinen Mitspielern immer wieder als Anspielstation im gegnerischen Strafraum gesucht, doch die Dilkrather enschärften fast alle torgefährlichen Abschlußversuche des Rheydter Sturmtanks. 



Es kam, wie es kommen mußte. Als die Gäste das erste Mal wirklich gefährlich im Strafraum aufkreuzten, unterlief Tobias Krämer ein unglückliches Eigentor (34. Min.). Wieder mußte der Spielverein einem Rückstand hinterher laufen. Und es kam noch schlimmer für den RSV - mit der letzten Aktion vor der Pause lief der Dilkrather Kapitän Moritz Münten aus stark abseitsverdächtiger Position alleine auf RSV-Keeper Sebastian Grund zu und verwandelte eiskalt zum 2:0.
Dass der RSV sich für die 2. Halbzeit einiges vorgenommen hatte, konnte man schon erahnen, als die Schwarz-Weißen etliche Minuten vor den Gästen und dem Schiedsrichtergespann wieder auf dem Platz standen und auf den Wiederanpfiff warteten.

Doch der Schuß ging nach hinten los, denn Dilkraths Kapitän Moritz Münten erhöhte in der 56. Minute auf 3:0. Spiel gelaufen? Nein, denn der RSV bewies trotz des uneinholbar scheinenden Rückstands Moral und startete eine Aufholjagd. Co-Trainer Lawrence Aidoo hielt es nicht mehr auf der Bank - er wechselte sich in der Minute selbst ein. Nach einem Eckball war Rheydt's Kapitän Silvia Cancian zur Stelle und erzielte per Kopf den Anschlußtreffer zum 1:3 (57. Min.).

In der 68. Minute hätte Moritz Münten mit dem 4:1 eigentlich alles klarmachen können zugunsten der Gäste, doch er vergab freistehend. Fast im Gegenzug drückte der kurz zuvor eingewechselte Murat Ok nach schöner Vorarbeit von Silvio Cancian den Ball zum 2:3 über die Linie. "Das Ding biegen wir noch um", war sich Torwarttrainer-Trainer Dirk Meier auf der Rheydter Bank sicher. Doch es kam anders. Silvio Cancian sah in der 78. Minute nach grobem Foulspiel die Rote Karte und wird den Rheydtern in den nächsten Spielen neben dem bereits gesperrten Ferdi Berberoglu auch noch fehlen.
Der RSV versuchte es mit dem Mute der Verzweiflung weiter und hätte - wie bereits beschrieben - auch tatsächlich noch den Ausgleich geschafft - wenn Schiedsrichter Ertugul Usta mitgespielt hätte. Auch die fünfminütige Nachspielzeit brachte nichts Zählbares mehr ein. Ein deprimierter René Schnitzler meinte nach dem Schlußpfiff resignierend: "Es soll momentan einfach nicht sein!"

Der RSV muß sich nun ohne die Leistungsträger Ferdi Berberoglu und Silvio Cancian erstmal aus dem Tabellenkellern, in dem man sich nun befindet,  herauskämpfen.

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