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6:2! Galavorstellung im Grenzlandstadion

Von Dirk Staubesand

Rund 200 Zuschauer kamen am Samstagabend ins RSV-Stadion gekommen und erlebten einen denkwürdigen Fußballabend, denn ca. 80 Minuten des Spiels sahen sie im hellerleuchteten Grenzlandstadion. Flutlichtspiele sind in dieser Saison wie eine Wundertüte für den Rheydter Spielverein - und auch heute gab es zunächst wieder eine unangenehme Überraschung, diesmal aber mit einem Happy End für den Spö. Unsere 1. Mannschaft fegte den Tabellenzweiten TDFV Viersen mit 6:2 vom Platz.
Vor dem Spiel überraschte unser Trainer René Schnitzler den Hamburger Groundhopper Felix S. mit einem RSV-Trikot, das die ganze Mannschaft signiert hatte - als kleine Entschädigung für seine vergebliche Anreise vor zwei Wochen.

Um 19.30 Uhr pfiff Schiedsrichter Kai Schuffelen die Partie an. Der Rheydter SV zeigte von der ersten Minute an, dass man heute den Platz unbedingt als Sieger verlassen wollte und belohnte sich schon nach sieben Minuten. Lamin Fuchs erzielte mit einem herrlichen Treffer das 1:0 für den Spö. Doch nur eine Minute später wich die Freude über die frühe Führung ungläubigem Staunen, denn der Flutlicht-Teufel schlug erneut zu. Der südöstliche Flutlichtmast fiel aus, nachdem er vorher schon leicht geflackert hatte. Schiedsrichter Kai Schuffelen unterbrach die Partie, weil die Sicht mit drei intakten Flutlichtmasten nicht ausreichend war.
Wieder wurde wie vor zwei Wochen hektisch telefoniert. Zunächst versuchte Platzwart Dieter Swiderski, den Defekt zu beheben, doch dies war nicht möglich. In Absprache mit Harald Weuthen Leiter des städtischen Fachbereichs Schule und Sport der Stadt Mönchengladbach, dem Staffelleiter Thomas Klingen und Schiedsrichter Kai Schuffelen einigte man sich darauf, das Spiel im benachbarten Grenzlandstadion fortzusetzen.



Unter hell strahlendem Flutlicht wurde die Partie um 20.30 Uhr fortgesetzt. Der RSV spielte in der neuen Umgebung wie entfesselt auf und setzte seinen Sturmlauf aus den ersten Minuten auch im Grenzlandstadion fort. In der 12. Spielminute erhöhte Michael Bohnen auf 2:0. Die Schwarz-Weißen wirbelten weiter und erspielten sich Chance auf Chance. Ousmane Sylla traf in der 31. Minute mit einem sehenswerten Treffer (zu sehen auf FuPa TV) zum 3:0. Kurz vor der Pause kamen die Gäste aus Viersen durch einen Handelfmeter ziemlich überraschend zum Anschlußtreffer (Torschütze: Emre Senkul).
Statt mit einem möglichem 4:0 oder 5:0 ging es mit einem 3:1 in die Kabinen. Dies verlieh den Gästen, die zuvor keinerlei Zugriff auf das Spiel hatten, sichtlich Auftrieb. Nur fünf Minuten nach dem Seitenwechsel verkürzte Jörg Tappiser auf 3:2. RSV-Coach René Schnitzler forderte seine Mannschaft auf, wieder konzentrierter nach vorne zu spielen und tatsächlich gewann der Spielverein die Spielkontrolle zurück.

In der 72 Minute hatten die Gäste aus Viersen Glück, als der RSV binnen von 10 Sekunden zweimal den Pfosten traf und anschließend den Ball nicht im Tor unterbringen konnte. Wenig später jedoch sorgte Goalgetter Ferdi Berberoglu mit einem verwandelten Foulelfmeter zum 4:2 für die Vorentscheidung. 3 Minuten später machte Michael Bohnen mit seinem zweiten Treffer den Sack für den RSV zu. In der 4. Minute der Nachspielzeit setzte Ferdi Berberoglu mit seinem Treffer zum 6:2 den Schlußpunkt unter eine Galavorstellung des Spielvereins. Alle Tore seht Ihr auf FuPa TV: Highlights

 

RSV-Trainer René Schnitzler strahlte nach Spiel mit dem Flutlicht um die Wette: "Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Wir haben es zwischenzeitlich allerdings unnötigerweise spannend gemacht und die Viersener wieder ins Spiel zurückkommen lassen, nachdem wir eigentlich zur Pause schon 4:0 oder 5:0 hätten führen müssen. Mit ihren einzigen beiden Torchancen sind die Gäste dann auf 3:2 herangekommen, aber danach haben wir es sehr gut gemacht. Mein besonderer Dank gilt heute Harald Weuthen vom Sportamt der Stadt Mönchengladbach, der uns völlig unbürokratisch geholfen hat und einer Verlegung de Spiels ins Grenzlandstadion zustimmte und natürlich Platzwart Dieter Swiderski, der für unser Spiel seine Freizeit opferte. Auch Staffelleiter Thomas Klingen handelte schnell und gab kurzfristig grünes Licht für die Spielverelegung. Der technische Defekt eines Flutlichmastes war einfach nur Pech - das sind Sachen, die passieren halt."
Jedenfalls scheint das Grenzlandstadion ein gutes Pflaster für den Spö zu sein. Nur Groundhopper Chris, der schon vor zwei Wochen vergeblich aus Hamburg angereiste, war traurig: "In der Groundhopper-Szene erhält man nur Stadionpunkte, wenn man ein komplettes Fußballspiel dort gesehen hat. Ich werde es wohl ein drittes Mal versuchen müssen."

Hier geht's zu den Fotoserien vom Spiel:

Rheydter SV - TDFV Viersen (Martina Krämer-Lichtschlag)

Rheydter SV - TDFV Viersen (Burak Sen)

Rheydter SV - TDFV Viersen (Dirk Staubesand)

 

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