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Enttäuschende Leistung beim Tabellenletzten TuRa Brüggen

Auch die frühe Führung durch Michael Bohnen brachte nicht die erhoffte Stabilität und Kompaktheit in das Spiel des Spö

Von Dirk Staubesand

Nächster Rückschlag für die Erste! Nach der unnötigen Heimniederlage gegen den SV Lürrip gaben René Schnitzlers Jungs eine frühe Führung beim Tabellenletzten TuRa Brüggen leichtfertig aus der Hand und unterlagen den Burgstädtern trotz deutlicher spielerischer Überlegenheit mit 1:2.

In der vergangenen Trainingswoche arbeitete das Trainerteam um René Schnitzler die Fehler aus der unnötigen Heimniederlage gegen Lürrip auf. "Wir wollen hier vor allem geschlossener auftreten und möglichst die individuellen Fehler abstellen", sagte Schnitzler vor dem Spiel. Mit einem angepeilten Auswärtssieg in Brüggen wollte man sich auch Selbstvertrauen für die nächsten schwierigen Aufgaben holen.

Tatsächlich schien Schnitzlers Ansprache gefruchtet zu haben, denn schon in der 5. Minute gingen die Schwarz-Weißen durch Michael Bohnen mit 1:0 in Führung. Damit schienen die Weichen für den geforderten Auswärtssieg schon früh gestellt zu sein. Doch auch dieser optimale Start in die Partie brachte nicht die erhoffte Stabilität und Sicherheit ins Spiel des RSV. Anstatt ruhig weiterzuspielen und die Führung auszubauen, ermöglichte unsere Mannschaft durch krasse Abwehrfehler den stark abstiegsgefährdeten Gastgebern, wieder ins Spiel zurückzukommen. Yannik Willemsen nahm die Einladung der Rheydter Abwehr dankend an und erzielte in der 20. Minute den Ausgleich für die Burgstädter per Freistoß. In der Folge ließ unser Team zahlreiche Chancen liegen. Insgesamt standen fünfmal Pfosten und Latte im Weg, teilweise war es aber auch mangelnde Konzentration der Rheydter Stürmer, die eine Führung der Gäste verhinderte.

Auch nach der Pause hatte unser Team noch wie mehr Ballbesitz, doch es fehlten die zündenden Ideen, um das Abwehrbollwerk der aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber zu knacken. Brüggen wirkte dagegen  entschlossener und lauerte auf seine Chance - und die bot sich in der 71. Minute. Luca Dorsch düpierte die komplette Rheydter Abwehr und drosch das Leder aus halblinker Postion vorbei an RSV-Keeper Sebastian Grund in die Maschen zur 2:1-Führung für das Tabellenschlußlicht. Der RSV antwortete mit wütenden Angriffen und schnürte die Gastgeber in deren eigener Hälfte ein, doch der Ausgleich wollte partout nicht fallen. Exemplarisch war eine Szene in der Schlußphase, als Lamin Fuchs den Ball aus 4 Metern an den linken Pfosten setzte, der zurückspringenden Ball einen Brüggener Abwehrspieler traf, der den Ball so abfälschte, dass dieser an die Unterkante der Latte prallte und von dort aus vermutlich hinter die Torlinie sprang, wenn man den sehr schrägen Abprallwinkel zu Grunde legt. Schnitzler: "Jeder, der mal selber Fußball gespielt hat, weiß, dass der Ball hinter der Linie gewesen sein muß, wenn er in solch einem Schrägen Winkel wieder ins Feld springt. Das soll aber keine Entschuldigung sein - wir müssen in der Szene das Tor einfach schon vorher machen!" Schiedsrichter Otto Marvin Otto aus Moers sah es anders und ließ weiterspielen.

Auch eine Serie von Eckbällen in der Schlußphase der Begegnung brachte nichts mehr ein, obwohl sogar Torhüter Sebastian Grund mitstürmte. Sekunden vor Schluß parierte Brüggens Schlußmann Steven Salentin einen Schuß von Ferdi Berberoglu mit einer Glanzparade und rettete seiner Mannschaft damit den Sieg.

Cheftrainer René Schnitzler war nach der Partie völlig bedient: "Wir schenken hier ein Spiel, das wir nie und nimmer verlieren dürfen, durch leichtfertige und individuelle Fehler her. Das ist einfach zu wenig von meiner Mannschaft! Mit der heute gezeigten Leistung können wir gegen den 1. FC Viersen jedenfalls nicht bestehen!"

Die Erste muß nun den Blick nach unten richten, denn der Abstand zur Abstiegszone beträgt nur noch drei magere Punkte. Gegen die starken Viersener und den Tabellenführer Repelen muß eine deutliche Leistungssteigerung her, um in diesen beiden Spielen zu punkten. Gelingt das nicht, dürfte wohl für den Rest der Saison Abstiegskampf angesagt sein. 

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